Die Zahl der E-Bikes und Pedelecs ist noch immer sehr gering, verglichen mit den klassischen Fahrrädern und Mofas/Mopeds. Aber der Markt wächst. Im vergangenen Jahr wurde 680 000 Pedelcs in Deutschland verkauft, dass sind gut 100.000 mehr als im Vorjahr. Manche Schätzungen gehen davon aus dass im Jahr 2027 bereits die Hälfte aller Fahrräder einen Elektroantrieb haben und zunehmend sind da auch solche für Kinder im Angebot.

Einer der der Gründe ist die wachsende Immobilität in den Städten, wenn man Öffentlichen Nahverkehr und das Auto als Transportmöglichkeit sieht. Busse und Bahnen sind zwar an sich eine gute Möglichkeit, trocken und warm von A nach B zu kommen. Aber meistens liegt eben die Haltestelle nicht direkt vor der Haustür und auch nicht dort, wo man eigentlich hin will. Bislang hat viele Menschen das Schwitzen davon abgehalten, in der Stadt ein Fahrrad zu benutzen – man wollte nicht komplett verschwitzt auf die Arbeit kommen, hatte aber auch keine Lust, Klamotten zum Wechseln mitzunehmen.

Mit den E-Bikes und Pedelecs sind diese Probleme gelöst. Man kann eben auf dem Hinweg auf E-Antrieb schalten oder einfach die Unterstützung nutzen, um langsam dahinzugleiten. Und man ist eben wesentlich flexibler, weil man mit einem Rad eben überall hinkommt selbst wenn mal eine Stau ist oder man es durch einen Fußgängerzone schieben muss.

Die Firma Bosch geht von einem massiven Schub bei der Elektroantriebproduktion aus – auch weil sie einen der besten Motoren produziert. Aber auch die Luftverschmutzung in den Großstädten wird dazu beitragen, dass emmissionsfreie Fortbewegungsmittel wie E-Car, E-Motorrad oder eben Pedelecs immer mehr als Alternative gesehen werden.

Dass Potenzial erkennen auch mittelständische Firmen: Alleine die bayerische Firma Corratec hat in einem Jahr 35 000 Pedelcs verkauft, mit 150 Mitarbeitern kein Branchenriese. Und weil die Fahrräder auch günstig hierzulande produziert werden können, ist es eine Frage der Zeit, wann Politiker dafür auch Steueranreize geben oder aber zumindest versuchen, eine Überschwemmung mit chinesischen Billigprodukten zu verhindern